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Eine Zeitreise: 1948 - heute


Start 1948

Im Frühling 1948 gründete Robert Ehrismann die gleichnamige Firma in Lugano. Es war nicht nur die erste Strassenmarkierfirma in der Schweiz, sondern in ganz Kontinental-Europa, die maschinell Strassenmarkierungen auszuführen begann.


Der Firmengründer Robert Ehrismann wurde in der Stadt Zürich auf den Bedarf einer maschinellen Strassenmarkierung aufmerksam, als er eine Maler-Equipe mit Farbkessel und Pinsel beim Anbringen von Parkplätzen antraf.


Die benötigten Maschinen wurden anfänglich aus den USA importiert und 1948 der interessierten Oeffentlichkeit in der ganzen Schweiz vorgestellt.


Start war der 1. Juni 1948. Ein erster Auftrag des Bundes bestand darin, auf der Hauptstrasse Nr. 2 (Basel – Chiasso) sämtliche gefährlichen Kurven, die einen festen Belag aufwiesen, mit einer Sicherheitslinie zu markieren. Dies ergab gesamthaft ganze 30 Kilometer Linie!


Im damaligen Nachkriegs-Deutschland beauftragte man uns, die unbeschädigt gebliebenen Autobahnteilstücke mit Mittellinien zu versehen. Gleiche Arbeiten wurden in Norditalien ausgeführt. Dort lief man allerdings Nachts Gefahr, Opfer einer illegalen Strassenblockade zu werden.



Die 50er Jahre

Mit dem Eintritt von Sohn Alfred Ehrismann wurde am Standort Lugano ab 1954 zusätzlich eine Maschinen-Herstellung aufgebaut. Die Tatsache, dass man selber markierte, führte zu absolut praxistauglichen Maschinen. Diese wurden in der Schweiz, aber auch nach ganz Europa und Afrika verkauft.


In den frühen 50er Jahren wurde zur weiten Steigerung der Verkehrs-Sicherheit begonnen, die grösseren Hauptstrassen im ganzen Land mit Mittellinien und Kennzeichnung der Einmündungen zu versehen. Die Verkehrsverhältnisse waren idyllisch, die Bevölkerung zeigte sich interessiert.


1956 wurde von Ehrismann der gespritzte Thermo-Plastik eingeführt. Damit wurde die bescheidene Haltbarkeit der Farbmarkierungen (Basis Chlor-Kautschuk) von wenigen Monaten auf 1-2 Jahre gesteigert.


1957 wurde aus wirtschaftlichen Erwägungen von Lugano nach Windisch an den heutigen Standort gezügelt. 1959 wurde am gleichen Ort eine Glasperlen-Fabrikation angegliedert (Mikroglaskugeln für die Nachtsichtbarkeit der Markierungen). Die Produktion wurde 1970 eingestellt und zu einer Herstellung für Strassenmarkierfarben umgebaut. Seither muss der gesamte Glasperlen-Bedarf der Schweiz aus dem Ausland eingeführt werden.



Die 60er Jahre

Die 60er Jahre waren gekennzeichnet durch den Autobahnbau und die aufkommende Massen-Motorisierung. Ein Grossteil der Erstmarkierungen auf den Autobahnen wurde durch uns ausgeführt.


Die erste Autobahn der Schweiz, die 1955 eröffnete N2 von Luzern nach Hergiswil, wies einige erwähnenswerte Details auf. So verfügte die Strasse nicht nur über einen Fussgängerstreifen, sondern auch über einen ausgewachsenen Bahnübergang mit Barrière. Am provisorischen Ende der Ausbau-Strecke in Hergiswil war der Uebergang in die Kantonsstrasse so unglücklich gewählt, dass die Abschrankungen fast jede Nacht umgefahren wurden und am Morgen wieder neu gestellt werden mussten.


Der Unterhalt der Markierungen auf den neuen Nationalstrassen konnte zu Beginn dank dem spärlichen Verkehrsfluss auch auf der N1 ohne jegliche Absperrmassnahmen durchgeführt werden! Dauermarkierungen waren noch kein Thema, jeder Meter war aufgespritzt und musste wegen dem verbreiteten Gebrauch von Spikes-Reifen jährlich unterhalten werden.



Die 70er Jahre

In den späten 60er und zu Beginn der 70er Jahre war der Verkehr bereits so stark angewachsen, dass immer mehr dauerhafte Materialien gefragt waren. Thermoplastik aufgelegt und eingefräst begann sich für Neumarkierungen auf Autobahnen wie auch im Bereich von stark befahrenen Kreuzungen durchzusetzen.


Die Farbenherstellung in der firmeneigenen Farbenfabrik ab 1970 erlaubte von Anbeginn eine möglichst umweltschonende und qualitativ hochwertige Produktion. Eingefärbt wurden die Produkte seit dem Produktions-Start nicht mit den damals verwendeten Bleichromatpigmenten, sondern mit den wesentlich teureren aber umweltschonenden organischen Buntstoffen. Im gleichen Jahr 1970 wurde ein chemisch-analytisches Laboratorium angegliedert, welches die Qualität der hergestellten Produkte sowie Neuentwicklungen sicherstellte.


Ab Mitte der 70er Jahre erwuchsen dem Thermoplastik durch den aufkommenden 2-Komponenten-Kaltplastik ernsthafte Konkurrenz. Zuerst spärlich eingesetzt (Kanton Basel-Landschaft), wurden Ende der 70er Jahre immer mehr Neubeläge und Hochleistungsstrassen mit 2-Komponenten-Kaltplastik versehen.


1977 war das Jahr, in welchem wir die kontinuierliche Mischung des 2-Komponenten-Kaltplastik direkt im Ziehschuh einführten. Diese Idee wurde von sämtlichen Mitbewerbern früher oder später übernommen.



Die 80er Jahre

Die 80er Jahre waren geprägt von der Oekologisierung der Markierung. Unser erster Beitrag hierzu war, dass wir den Lösungsmittelgehalt unserer 1-Komponentenfarbe "Luxoflex H" von horrenden, aber üblichen 30% auf ca. 16% senkten.
Angenehmer Nebeneffekt war die sehr rasche Trockundszeit der Markierung auch bei kühler Witterung!.
Bereits 1978 führten wir zudem erste grossflächige Versuchsmarkierungen mit lösungsmittelfreiem 2-Komponenten-Kaltspritzplastik "Duoflex"aus. Der Markt war jedoch noch nicht bereit für das umweltfreundliche und qualitativ hochwertige Produkt.


Seit 1984 arbeiten wir in der aufgespritzten Linienmarkierung ohne Rollscheiben. Damit reduzierten wir den Farbabfall von einigen Tonnen pro Jahr auf Null. Seit 1984 werden die Verkehrsleitkegel oder Hüte automatisch gesetzt. Unglaublich aber wahr: wir sind noch heute die Einzigen, die diesen Arbeitsgang automatisiert haben!


Ab 1988 waren alle verwendeten Markiermaterialien giftklassenfrei.


Um die Unfallgefahr auf der damaligen N13 im St. Galler Rheintal zu vermindern (Schnellstrasse mit Gegenverkehr), entwickelten wir eine eigene Applikations-Vorrichtung für Stufenmarkierungen. Die Stufenmarkierung dient auch heute zur akkustischen Warnung der Verkehrsteilnehmer beim Ueberfahren der Mittel- oder Randlinien. Sie wird heute überall dort eingesetzt, wo es gilt, die Unfallgefahr durch übermüdete Fahrzeuglenker zu reduzieren (Bsp. Seelisberg-Tunnel).



Die 90er Jahre

In den 90er Jahren fand der grosse Umbruch von den flächigen hin zu den strukturierten und profilierten Dauermarkierungen statt. Strukturierte Markierungen erhöhen die Verkehrssicherheit erheblich, indem sie nachts bei Regen und diffusen Sichtverhälnissen voll sichtbar bleiben. Wir verfügen als einziger Schweizer Anbieter über ein europäisches Patent auf dem selbst entwickelten Struktursystem.


1993 war für uns das letzte Jahr mit grossflächigem Einsatz von lösungsmittelhaltigen 1-Komponentenfarben. Als qualitativ überlegener Ersatz gelangt seitdem die lösungsmittelfreie 2-Komponenten-Kaltspritzplastik "DUOFLEX" zum Einsatz. Die Applikation erfolgt mit einem ebenfalls europäisch patentierten System. Die VOC-Emissionen konnten so über 90% reduziert werden. Heute beträgt der VOC-Anteil von "DUOFLEX" bereits weniger als 3%.


1995 wechselten die Markierungs-Aktivitäten der Robert Ehrismann AG zur Roberit AG, die nun nicht nur Markiermaterialien herstellt und vertreibt, sondern auch markiert. Die Robert Ehrismann AG ist seither nicht mehr operativ tätig.


1996 erfolgt der Zukauf der beiden Mitbewerber Labosim Markierungs AG, Bassersdorf, sowie der Klose-Vital AG, Chur.


1999 eröffnet die "Labosim Markierungs AG" ihre erste Zweigniederlassung in Wängi TG



Das neue Jahrtausend

2000 beginnt die Entwicklung eines Applikations-Verfahrens für die preiswerte Ausführung von strukturierten Kleinmarkierungen (Handarbeit).
Der Aufbau eines umfassenden Qualitätsmanagement-Systems nach ISO 9001/14001 wird in Angriff genommen.
Die Roberit AG erhält mit Liestal BL ihre erste Zweigniederlassung.


2001 wird unser Qualitätsmanagement-Systems nach ISO 9001/14001 zertifiziert (26.04.2001).
Die Arbeitssicherheit nach EKAS 6508 ist im Management-Systems ebenfalls integriert, aber nicht zertifiziert.
Die Roberit AG eröffnet in Koppigen BE ihre zweite Zweigniederlassung.

•ISO 9001 (Qualitätsmanagement)
•ISO 14001 (Umweltmanagement)
•EKAS 6508 (Arbeitssicherheit)


2002 Markteinführung von "Struktura Silent". dem zur Zeit einzigartigen Applikations-Verfahren
für die Ausführung von strukturierten Kleinmarkierungen (Handarbeit). "Struktura Silent" ist zum Patent angemeldet.


2002 Erweiterung unseres Angebotes mit neuem Bereich:"Verkehrstechnik und Signalisation"
Bodenschwellen, Signalisationstafeln und vieles mehr werden von uns geliefert und montiert.
Somit bieten wir eine ganzheitliches "Angebot" von der Markierung bis zur Signalisation. 


2003 firmeneigener Gefahrgutbeauftragter. 


2004 Rezertifizierung unseres Qualitätsmanagement-Systems nach ISO 9001/14001, zertifiziert.


2005 Neuauflage Materialprüfung aller Eigenprodukte bei der BAST (Bundesanstalt für Strassenwesen) mit ausgezeichneten Resultaten. 


2006 verfügen alle gelieferten und versetzten Signale über Qualitätslabel
"garantiertes Signal 3M". 

2007 Rezertifizierung unseres Qualitätsmanagement-Systems nach ISO 9001/14001.

2007 Einführung von DUOFLEX SOLAR für den Unterhalt von älteren Strukturmarkierungen (Wiederherstellung der Nachtsichtbarkeit bei Nässe).

2010 Rezertifizierung unseres Qualitätsmanagement-Systems nach ISO 9001/14001 sowie Neuzertifizierung nach OHSAS 18001.